Stoffwechsel anregen leicht gemacht

Immer wieder hört man von gewissen Produkten oder neuartigen progressiven-intervall-Trainingsmethoden, die den „Stoffwechsel anregen“ sollen. Aber was bedeutet es überhaupt den Stoffwechsel anzuregen… und darf man das überhaupt einfach so machen?

1. Stoffwechsel anregen durch Essen?!

Viele verwenden den Begriff Stoffwechsel synonym mit dem Wort „Grundumsatz“. Der Grundumsatz ist quasi die Energie, die Dein Körper braucht, um am Leben zu sein, die absolut minimale Energiemenge um Deine Lebensfunktionen aufrecht zu erhalten. Viele Glauben der Grundumsatz würde sich erhöhen, wenn man regelmäßig, also alle 3-4 Stunden kleine Mahlzeiten isst, oder gewisse Präparate schluckt.

Doch das ist ein Irrtum: Studien zeigen, dass es zwar Energie benötigt um Dein Essen zu verdauen, diese Energie aber in Bezug zu der MENGE Deines Essens und nicht zur FREQUENZ steht in der Du isst. Es macht also rein gar keinen Unterschied, ob Du nun alle 30 Minuten oder nur einmal am Tag isst, mit dem Unterschied, dass Du bei ersterem eher dazu neigen wirst, zu viel zu essen, da Du mit so kleinen Portionen nie richtig satt sein wirst. Tu Dir also einen gefallen und kümmere Dich nicht darum, wie regelmäßig Du etwas isst, sondern lieber darum, was Du isst.

2. Stoffwechsel anregen durch Sport

Ich bevorzuge zwei Arten von Sport klar gegenüber allen anderen: Krafttraining mit Trainingsgeräte zu hause und Schwimmen
Das schöne am Krafttraining ist, dass man dadurch Muskeln aufbaut.  Das geht besonders gut, wenn man Trainingsgeräte für zu hause hat. Muskelgewebe VERBRAUCHT Energie, erhöht also Deinen Grundumsatz. Und zwar um etwa 50 Kcal pro Kilogramm Muskelmasse. Und dass jeden Tag, das wären dann im Jahr schon 2 Kg Fett, nur mit einem Kilogramm Muskelmasse mehr.

Und die bekommt man übrigens auch schon durch so einfache Übungen wie Liegestütze oder Kniebeugen!

Meine zweite Lieblingssportart ist Schwimmen. Im Gegensatz zum Joggen tauchen hier nämlich keine Gelenkbeschwerden auf und egal wie schwer man ist, fast jeder kann sich noch im Wasser bewegen. Viele Menschen mit Übergewicht schämen sich für ihren Körper und trauen sich daher nicht ins Schwimmbad, was eigentlich schade ist. Denn Joggen wird mit 200 Kilogramm schwierig und anstrengend, wohingegen schwimmen da eine wahre Wohltat ist.

Außerdem vergessen fast alle, dass man Energie nicht nur durch Sport verlieren kann, sondern vor alle durch WÄRME. Unsere Körper sind kleine Heizöfen ohne besonders gute Isolierung. Im Wasser verlieren wir unsere Wärme 24 mal schneller als an der Luft. Du weißt bestimmt, dass ein Mensch ohne Neoprenanzug bei Wassertemperaturen um die 5 Grad kaum eine Stunde überlebt. Daran kannst Du sehen, wie viel Energie wir wirklich im Wasser verlieren.

Du kennst bestimmt auch den berühmten Schwimmer Michael Phelps.

Du kannst mal nach ihm googeln. Neben seinen vielen Weltrekorden ist er dafür bekannt, dass er meistens um die 12000 Kalorien zu sich nimmt… am Tag! Ja du hast richtig gelesen 12.000 Kalorien. Selbst wenn wir annehmen dass sein Grundumsatz bei großzügigen 3000 Kalorien liegt, dann sind das immer noch 9000 Kalorien ZUSÄTZLICH, oder eben ein Kilo Fett. Das sind in etwa 2 Marathons (ist das die Mehrzahl von Marathon? Egal!) Und dabei schwimmt der gute Mann nur 4 Stunden jeden Tag. Also überlege Dir dem Schwimmbad in Zukunft öfter mal einen Besuch abzustatten.